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Chronik der Blasmusik in Eggenthal

Geschichte der Blasmusik in Eggenthal lässt sich in drei umfassende Abschnitte einteilen.
1. Das Musizieren in kleineren Blaskapellen, Gruppen und Orchester
2. Die Blasmusikgesellschaft
3. Der Musikverein Eggenthal

Der Musikverein Eggenthal

2018 Stefan Reggel übernimmt das Dirigentenamt.
Dirigent der Mühlbachtaler Jungmusikanten wird Stephan Kiefert.
2016 Jahreskonzert nach 20 Jahren wieder in Eggenthal in der neu gebauten Sporthalle.
Anschaffung einer neuen Tracht.
2015 Dirigentin der Mühlbachtaler Jungmusikanten wird Michaela Poppler.
2011 Stephan Gehring übernimmt das Dirigentenamt. Die Stammkapelle zählt 289 passive Mitglieder, 57 aktive Musiker und 43 Jungmusiker (z. T. in Ausbildung, Jugendkapelle od. auch Stammkapelle) unter 18 Jahre. Dirigent der Mühlbachtaler Jungmusikanten wird Robert Schmid, Vorstand Franz-Josef Schuster.
2009 Andreas Kreher übernimmt das Dirigentenamt.
2007 Der neue Proberaum wird bezogen.
2006 Beginn mit Umbauarbeiten des bestehenden Proberaumes und Anbau des neuen Proberaumes
2003 Michael Schmid wird zum 1. Vorstand gewählt.
2000 Stephan Ruther übernimmt das Dirigentenamt.
1998 Gründung der Mühlbachtaler Jungmusikanten, Dirigent Bernhard Prestele, Vorstand Josef Gabriel.
1996 Das Bezirksmusikfest findet in Eggenthal statt.
1991 Der bisherige Schriftführer Josef Gabriel wird zum 1. Vorstand gewählt.
1990 Die Mädchen in der Musikkapelle werden mit einer echten Allgäuer Frauen-Tracht eingekleidet.
1989 Die Kapelle zählt 36 aktive Musiker, davon 2 in Ausbildung, dazu die Jugendkapelle mit 36 Jungmusikern. Im Verein sind zudem 238 Mitglieder eingetragen.
1987 Nach langem Suchen nach einem Dirigenten wurde die Vorstandschaft in Christian Adolf aus Altdorf fündig.
1986 Die Anzahl der Musikanfänger hat sich auf 31 erhöht, sodass der Zusammenstellung einer Jugendkapelle nichts mehr im Wege steht. Dirigent Franz Schmid verunglückt bei Waldarbeiten tödlich.
1985 Das 2. Dorffest begann auf dem Dorfplatz. Auf Anregung des jungen Dirigenten Franz Schmid wurde die Nachwuchsausbildung wieder aktiviert.
1984 Die Beschaffung der neuen Tracht konnte abgeschlossen werden.
1983 Im April konnte dem Dirigenten Josef Schlichtherle ein Ständchen zum 60. Geburtstag dargebracht werden. Im August mussten ihn die Musikkameraden zum Grabe geleiten. Er hinterließ eine große Lücke in der Musikkapelle, in der er 25 Jahre mit Erfolg den Dirigentenstab führte. Franz Schmid (Sohn vom Vorstand Sebastian Schmid) wurde zum Dirigenten bestellt. Das 1. Dorffest wird auf dem Dorfplatz veranstaltet. Die Anschaffung neuer Trachten wird geplant.
1977 Die Jahreshauptversammlung am 20.3.77 war die letzte im Gasthaus zum Kreuz (Beim Oberen Wirt). Das Gasthaus wurde an die Gemeinde Eggenthal verkauft, abgerissen und das heutige Gemeindeamt mit Verwaltungsgemeinschaftsgebäude errichtet. Nach dessen Fertigstellung bekam der Musikverein im Keller einen neuen Proberaum im Rohbau zur Verfügung gestellt. Den Innenausbau führten die Musikanten in Eigenleistung aus.
1971 Ein Erlebnis für alle Teilnehmer war die Rheinlandfahrt Ende September. Hier wurden die ersten Kontakte zum Männergesangsverein Wiesoppenheim, einem Stadtteil von Worms geknüpft.
1968 Einen markanten Meilenstein in der Musikgeschichte setzten die Eggenthaler mit dem Musikfest in Eggenthal vom 28. bis 30. Juni 1968 mit anschließender musikalischer Festwoche.
1967 Sebastian Schmid wird zum 1. Vorstand gewählt.
1966 Nach dem Tod vom 1. Vorstand Johann Ruther übernahm 2. Vorstand und Bassist Alfons Sanktjohanser die Amtsgeschäfte des Musikvereins. Der Verein zählt insgesamt 37 aktive Musiker, davon 19 in Ausbildung und 155 fördernde Mitglieder.
1964 Im Herbst 1964 zog die Kapelle in den Proberaum im Gemeindeamt um, (bis 1960 war dies der Pfarrhof). Matthias Liebhart begann junge Musiker auszubilden.
1958 Josef Schlichtherle aus Kaufbeuren konnte als Dirigent gewonnen werden. Die Kapelle konnte mit Hilfe der Gemeinde und den fördernden Mitgliedern in die schmucke Allgäuer Tracht eingekleidet werden.
1957 Auf Einladung des damaligen 1. Bürgermeisters Ludwig Schütz fanden sich am 9. März 1957 alle Eggenthaler Musiker zu einer Versammlung mit dem Gemeinderat im Gasthaus Lederle ein. Ziel war es, die Blasmusiker wieder zu einer Kapelle zusammen zu führen und einen Musikverein zu gründen. Bei der anschließenden Gründungsversammlung am gleichen Abend wurde der 2. Bürgermeister Johann Ruther zum 1. Vorstand gewählt. Herr Hauptlehrer Georg Mayer wurde einstimmig zum Dirigenten gewählt. Eine Satzung wurde ausgearbeitet, der Verein lies sich ins Vereinsregister eintragen und wurde Mitglied beim Allgäu Schwäbischen Musikbund, Bezirk 5, Kaufbeuren. Zum Ende des Jahres 1957 legte Georg Mayer das Amt des Dirigenten nieder weil einige Musikanten, die sich bei der Gründung als Mitglied eingetragen hatten, nicht mehr zu den Proben erschienen.

Die Blasmusikgesellschaft

1956 In den Jahren 1956 bis 1958 gab es in Eggenthal zeitweise zwei Musikkapellen, die "Alten" und die "Jungen Musikanten" Herr Hauptlehrer Georg Mayer war nicht nur Dirigent der Blasmusik, sondern auch Leiter des Kirchenchores und Organist. So machte er sich um das musikalische Leben in Eggenthal in vielfacher Weise verdient. Bei seinem Abschied 1963 nach 42jähriger Tätigkeit wurde er von der Gemeinde Eggenthal zum Ehrenbürger ernannt. Georg Mayer zog in seinen Geburtsort Ottobeuren und wurde kurz darauf zum Präsidenten des Allgäu-Schwäbischen und des Bayerischen Musikbundes gewählt.
1949 Dirigent, Hauptlehrer Georg Mayer war in russische Gefangenschaft geraten und konnte erst 1949 nach Eggenthal zurückkehren. Sogleich ging er mit viel Fleiß und Idealismus daran, die Blaskapelle wieder aufzubauen. Seine musikalischen Leistungen in Eggenthal verdienen eine besondere Würdigung. Bereits zu Weihnachten wurde wieder ein Konzert gegeben.
1945 In den Jahren nach 1945 waren es der Oberlehrer a.D. Paul Pleuser und der Volksschullehrer Michael Bredl, die sich für die Ausbildung an Saiteninstrumenten und Gesang mit Erfolg bemühten. Ein gemischter Chor und ein Männerchor wurden gegründet.
1939 Bis zum 2. Weltkrieg blühte das musikalische Kulturleben in Eggenthal. Die Musikkapelle spielte zu jeder passenden Gelegenheit, veranstaltete Konzerte zur Weihnachtszeit und im Frühjahr.
1930 Am 3.8.1930 spielte die Musikgesellschaft erstmals ein Standkonzert zum Patroziniumsfest.
1925 Aus einer losen Verbindung an Streichmusiker entstand an Weihnachten 1925 der Orchesterclub "Gemütlichkeit". Durch das Streichorchester bekam das musikalische Leben im Dorf großen Auftrieb. Auch in die Nachbargemeinden wurden die Streicher oft gerufen. Dieser Streicherclub bestand bis 1933.
1925 Die Musikgesellschaft Eggenthal schließt sich dem neugegründeten Allgäuer Musikbund an. Unter dem zum Hauptlehrer aufgerückten Dirigenten Georg Mayer wurden bei den Wertungsspielen durchwegs erste Preise erspielt. Als einzige Dorfkapelle schaffte sie sogar die Sensation, in der Kunststufe zu spielen und auch hier erste und Siegerpreise zu erringen.
1922 Nach dem Rücktritt von Adolf Hartmann übernahm der junge Lehrer Georg Mayer im April 1922 den Dirigentenstab. Er stammte aus einer Musikerfamilie, sein Vater war jahrzehntelang Musikmeister der Ottobeurer Blaskapelle. Das Musikleben bekam in Eggenthal wieder neuen Aufschwung, es wurde eifrig gearbeitet und der ehrgeizige Dirigent setzte hohe Maßstäbe an.
1910 Adolf Hartmann wirkte als Dirigent und erwarb sich hohe Verdienste.
1907 Lehrer Ensinger leitete die Kirchenmusik.
1895 Die Blasmusikgesellschaft wird gegründet, die von Lehrer Buomann dirigiert wurde.

Das Musizieren in kleineren Blaskapellen, Gruppen und Orchester

1893 Der Lehrer Schwarzenberg wurde an eine andere Schule berufen, das Orchester fand keinen geeigneten Leiter und löste sich bald auf.
1888 Lehrer Schwarzenberg gründete ein Orchester
1879 Neuen Aufschwung nahm das Eggenthaler Musikleben mit dem Lehrer Schwarzenberg.
Die Volksschullehrer übernahmen, wenn auch nur kurzzeitig in Eggenthal, die Leitung der Musikkapelle
1878 Lehrer Michael Liebmann
1866 ein Michael Hofmiller und
1860 ein W. Haberländer.
1853 Der neue Lehrer Sattelmeier wird Dirigent, schreibt und setzt Noten für seine sechsstimmige Musik.
1844 Pfarrer Schuler wird als Vorstand genannt.
1820 Der Lehrer und Musikdirektor Anton Hage leitet eine für damalige Verhältnisse große Blasmusikkapelle von 16 Musikanten. (Dank der exakt geführten Pfarrbücher lassen sich die musikalischen Tätigkeiten bis in das Jahr 1820 zurückverfolgen!)